Samstag, 15. Oktober 2011 – Besuch der Zuckerfabrik Frauenfeld
In aller Herrgottsfrühe, nämlich schon um 7.45 Uhr trafen wir uns beim Pilz. 1er, 2er, 3er – alle waren vertreten! 6 Sciroccos machten sich unter der Führung von Daniela auf den Weg Richtung Plättli Zoo. Dort stärkten wir uns mit Kaffee und Gipfeli – und als Hugo noch zu uns stiess, war unser Tross komplett. Da in der Zuckerfabrik Kinder erst ab 14 Jahren Zutritt haben, blieb Sylvia mit der Kinderschar im Zoo.
Von unseren Vorfahren als «süsses Salz» bezeichnet, war Zucker jahrhundertelang ein ausgesprochenes Luxusgut; es wurde ausschliesslich aus Zuckerrohr in tropischen Ländern gewonnen. Mitte des 18. Jahrhunderts entdeckte der deutsche Chemiker A.S. Marggraf in der Runkelrübe den Zucker, diese wurde in der Folge zur Zuckerrübe weitergezüchtet, welche im Gegensatz zum Zuckerrohr in unseren gemässigten Klimazonen gedeiht. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts fördern zahlreiche europäische Staaten den Zuckerrübenanbau, um nicht auf Einfuhren angewiesen zu sein, Heute decken die Rüben 20% des Weltzuckerbedarfs. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Zuckerrübe auch in der Schweiz mit Erfolg angebaut. Zucker ist Energiespender und natürlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Zucker – aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken! Nur, wie wird aus Rüben Zucker? Dieser Frage gingen wir in der Zuckerfabrik Frauenfeld während einer sehr interessanten Führung auf den Grund.
1. Die Anfuhr der Rüben erfolgt mit der Bahn und mit Strassenfahrzeugen.
2. Die Rübenlieferungen werden individuell gewogen; jedem Posten werden Proben entnommen.
3. Das Labor ermittelt die Qualität der Rüben, den Zuckergehalt und den Erdanhang.
4. Die Rüben werden mit Hilfe von Wasserkanonen ausgeladen. Von dort gelangen sie entweder direkt in die Fabrik oder zur Zwischenlagerung. An diesem Punkt der Führung war es höchste Zeit, sich die Frage zu stellen, ob man diese Rüben auch essen kann. Sevi beantwortete Uschy diese Frage ganz einfach damit, indem er eine Rübe entzweibrach und ihr entgegenstreckte. Vorsichtig knapperte Uschy an der Rübe und siehe da – gar nicht so schlecht! Nach und nach versuchten auch die Frauen von der Rübe. Die Männer – mit Ausnahme von Sevi waren da jedoch sehr zurückhaltend.
5. Danach werden sie zu Schnitzeln zerkleinert - gemeint sind also die Rüben.
6. Im Extraktionsturm erfolgt die Entzuckerung dieser Schnitzel im Gegenstromverfahren mit heissem Wasser. Der gewonnene Rohsaft gelangt in die Saftreinigung.
7. Die entzuckerten, abgepressten Schnitzel sind ein wertvolles Futtermittel. Sag’ ich’s doch – gar nicht so schlecht!
8. Aus den im Kalkofen gebrannten Jurakalksteinen entstehen Kalkmilch und Kohlensäuregas
9. Die Zugabe von Kalkmilch und Kohlensäuregas zum Rohsaft bewirkt die Ausfällung der Nicht- Zuckerstoffe,
10. Der abgepresste Kalk samt den Nicht-Zuckerstoffen dient der Landwirtschaft als wertvolles Düngemittel.
11. Der filtrierte und gereinigte Dünnsaft mit 15% Trockensubstanz wird in der Verdampfstation zu Dicksaft von 70% Trockensubstanz eingedickt.
12. Im zentralen Leitstand wird der Verarbeitungsprozess gesteuert und überwacht.13 In den Kochapparaten wird der Dicksaft unter Vakuum weiter eingedickt und kristallisiert. Hier war wieder einmal probieren angesagt, aber dieses Mal offiziell – und jeder nahm einen „Schleck“ …
14. Die Zentrifugen trennen Kristallzucker und Melasse. Es folgt die Trocknung des noch feuchten Weisszuckers, welcher hierauf über Transportbänder in die Silos gelangt.
15. Die Silos in Aarberg und Frauenfeld fassen zusammen ca. 150'000 Tonnen Kristallzucker.
16. Der Zucker wird in Silowagen lose an seinen Bestimmungsort transportiert, in verschiedene Verpackungen abgefüllt oder zu Würfelzucker verarbeitet.
So weit so gut – nur, wie steht es mit den Abfallstoffen und der Umweltbelastung? Jährlich fallen in den Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld rund 70'000 Tonnen Rübenwascherde, 50'000 Tonnen Kalk und andere Entsorgungsprodukte an. Diese werden durch die den Zuckerfabriken nahestehende RICOTER Erdaufbereitung AG mit Produktionsbetrieben in Aarberg und Frauenfeld umweltfreundlich verwertet. So entstehen Blumen- und Pflanzenerden für den Hobby- und Erwerbsgartenbau, Bodenverbesserer, Spezialerden sowie RICO-KALK als Düngekalk für die Landwirtschaft. Betriebseigene Klär- und Biogasanlagen gewährleisten eine vollständige Reinigung des Abwassers. Also das hätte ich nicht erwartet!
Am Ende der Führung überreichte Daniela unserem Führer als kleines Dankeschön eine Flasche Wein, die mit unserem Clubkleber versehen ein schönes Präsent darstellt. Im Gegenzug durfte jeder von uns einen Papiersack mit 500 g feinstem Bio Zucker, 250 ml Sucrisse – flüssiger Zucker pur und 250 ml Sucrisse – flüssiger Zucker mit Vanille mit nach Hause nehmen.
Zurück im Plättli Zoo wurde uns ein feines Mittagessen serviert. Vor dem Dessert entschieden sich einige Leute, den Zoo zu besuchen und die restlichen zogen es vor, in der warmen Stube zu bleiben. In der Werbung steht: Liebe Tierfreunde, «unser Zoo ist nicht riesengross doch gefällt es uns hier ganz famos. Vom Löwen bis zum Stachelschwein gefällt es uns in diesem Heim. Wir fühlen uns soooooo geborgen, dass wir oft für Nachwuchs sorgen». Und davon wollten wir uns überzeugen.
Die Waschbären hatten es Corinne, Sevi und Uschy sehr angetan – nahmen sie doch mit ihren kleinen, kalten Händchen ganz behutsam das Popcorn aus unseren grossen, aber nicht minder kalten Händen.
Aber auch im Streichelzoo bei den Ziegen und einem Kalb war es sehr lustig. Auf nähere Details gehe ich lieber nicht ein – aber es empfahl sich, die Jacke nicht mehr ins Restaurant mitzunehmen. Nach dem Zoorundgang stellten wir fest, dass die Familien Joho und Ritz schon unterwegs nach Hause waren. Wir stürzten uns auf etwas Warmes zu Trinken und aufs Dessert. Und jetzt? Was fangen wir mit dem angebrochenen Tag noch an? Es sass sich so gemütlich und wir wollten eigentlich noch gar nicht weiter – also? „Hose abe“! Es war einfach saugemütlich und lustig, aber um ca. 18.00 Uhr wurde die Serviertochter ungemütlich, sie teilte uns mit, dass sie in einer halben Stunde den Saal brauche und wir dislotzieren müssten. Also wurde das Duell Thomas gegen Uschy oder umgekehrt noch zu Ende geführt. Nachdem Tomi noch keinen einzigen Strich hatte und Uschy schon länger am Schwimmen war, musste er sich doch noch geschlagen geben und Uschy den Sieg überlassen. Wir räumten den Saal und liessen uns im Restaurant wieder nieder. Es war eigentlich klar, dass wir noch etwas essen wollten, aber ein Lokalwechsel unterdessen doch angesagt war. Corinne und Hugo stöberten in den gelben Seiten – das gibt es tatsächlich immer noch – und wurden mit Hilfe der Wirtin bald fündig. Die Wirtin anerbot sich, für uns anzufragen, ob wir Platz hätten und zu reservieren, was wir natürlich gerne annahmen. Also verschoben wir uns „zum Italiener“ und genossen zum Abschluss eine feine Pizza und gemütliches Zusammensein.
Daniela, ein herzliches Dankeschön für die Organisation. Und noch etwas in eigener Sache. Ich habe jede Minute dieses schönen Tages in vollen Zügen genossen, war es doch seit langem der erste Tag, den ich unbeschwert und ohne Druck und Stress verbringen konnte. Danke an euch alle, dass ihr mit dabei wart – denn ohne euch wär’s nicht wirklich toll gewesen. Uschy
Newcomers Night im Casino Baden Samstag, 3. Dezember 2011
Um die Gruppen-Angebote im Casino Baden nutzen zu können, ist eine gewisse Anzahl Teilnehmer notwendig.
Die Anzahl der angemeldeten, zockerwilligen Mitglieder reichte nicht aus, um ein Package zu buchen, doch ein paar "zugemietete" Personen verhalfen uns zur nötigen Teilnehmerzahl.
Die Newcomers Night fand am Samstag, 3. Dezember 2012 nicht statt, da das Casino an diesem Samstag einen seiner Themenabende durchführte.
Wir erhielten ein Kombiangebot zwischen Newcomers Night und exklusiver Spielerklärung.
Um 16.00 Uhr trafen wir im Casino Baden ein - nach der Garderobe und der Ausweiskontrolle, wurden wir von Karsten, einem professionellen Croupier, empfangen und gruppierten uns um einen "Übungsspieltisch".
Mit viel Geduld und aufschlussreichen Hilfsmitteln erklärte der Groupier uns das Roulette-Spiel.
Nach einigen Übungsrunden durften wir dann um Gutscheine, welche in Spieljetons umgewandelt werden konnten, spielen.
Nach dieser überaus interessanten und spannenden Einführung ins Roulette-Spiel, hatte uns vollends das Zockerfieber gepackt. Wir hatten freien Eintritt in den Spielsaal und durften an der Bar einen, vom Casino offerierten, Welcome-Drink geniessen.
Als erstes versuchten alle ihr Glück beim Roulette. Schon bald haben wir die Erfahrung machen müssen, wie schnell man gewinnen, aber auch wie schnell man alles verlieren kann!
Nachdem wir einige Zeit an den Roulette-Tischen verbracht hatten, wechselten wir zu den Spielautomaten. Obwohl nicht gebucht, erhielten wir auch hier von einem aufgestellten und überaus spontanen Casino-Mitarbeiter ein paar Instruktionen. Uschy hatte ein ganz glückliches Händchen und konnte mit einem Schlag eine grössere Summe gewinnen. Die Begeisterung über ihren Gewinn war riesig und wir klatschten und johlten - die übrigen Casino-Besucher hatten das Gefühl, Uschy habe den Jackpot geknackt!
Nach dem Casinoaufenthalt wurden wir von Séverin in ein Restaurant der gehobeneren Klasse geführt. Wir durften ein feines Essen, in gemütlicher, stilvoller Atmosphäre geniessen.
Das Lokal passte vollkommen zu unseren Outfits, denn wir alle hatten uns für den Casinobesuch "herausgeputzt". Im Casino selber kam unser Outfit leider nicht wirklich zur Geltung - auch Turnschuhe und Jeans waren zu sehen!
Viel zu schnell verging die Zeit und ein spezieller Anlass ging dem Ende entgegen.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, denn ohne Euch wäre die Durchführung nicht möglich gewesen - ich hoffe doch, dass es Euch auch so gut gefallen hat, wie mir.