Die Generalversammlung fand dieses Jahr später als geplant statt. Schuld waren nicht der Kassier, nicht die Revisoren, sondern die Gesundheit eines Vorstandsmitgliedes, welches unerwartet medizinischer Pflege bedurfte. Nachdem sich der Zustand entsprechend gebessert hatte, traf man sich im Hüberstübli in Oberkulm zur GV. Die Traktanden der GV waren dieselben wie immer – doch halt, das stimmt dieses mal nicht: Barbara Wölfli hat sich nach langer Zeit im Vorstand dazu entschlossen, etwas mehr Freizeit für sich in Anspruch zu nehmen; entsprechend wurde das Amt des Aktuars frei und musste neu besetzt werden. Doch vor den Wahlen waren wie immer der Jahresrückblick und der Kassensturz angesagt. Zu den Aktivitäten 2007 gibt es an dieser Stelle nichts mehr anzufügen, die Anlässe sind ja alle auf der Homepage erwähnt und mit den entsprechend Berichten versehen. Auch beim Kassensturz können die beiden Revisoren nur positives berichten – die Arbeit unseres Kassenwartes war wie immer einwandfrei; entsprechend wurde die Jahresrechnung bewilligt und dem Kassier Decharge erteilt. Zum Thema Wahlen: wie alle anderen Vereine hat unser Club eine gewisse Anzahl Mitglieder, doch leider stellen sich nicht alle für ein Amt im Vorstand zur Verfügung. So gesehen hatte der Vorstand vor der GV das eine oder andere Wort mit Tom Joho gesprochen, der sich schliesslich bereit erklärte für das freiwerdende Amt zu kandidieren. Mangels Gegenkandidaten war Tom’s Wahl in der Vorstand eigentlich mehr eine Formsache – verbunden mit einem kleinen Haken: Tom war bisher Revisor! Entsprechend musste ein neuer Revisor her, und der war schnell in der Person von Thomi Baldesberger gefunden (und entsprechend gewählt). Nachdem dieser Teil zu einem guten Ende kam, standen noch die Ehrungen an: Diverse Club-Mitglieder (heute zum Teil ohne Scirocco’s in der Welt unterwegs) wurden für Ihre langjährige Treue zum Club geehrt – mit wunderschönen Holz-Tafeln, auf welchen ihr entsprechendes Clubfahrzeug zu sehen war. Es ist schon erstaunlich, welche Möglichkeiten die heutige Technik bietet und vor allem, welche Emotionen die Bilder bei den ‚Geehrten’ auslöste! Und dann, dann kam endlich der Wichtigste Teil der GV: Das Essen! Nachdem die GV offiziell beendet war, konnte Fridolin sein kulinarisches Können unter Beweis stellen: wie in den vergangenen Jahren hat er uns nach Strich und Faden verwöhnt, so dass wir irgendwann viel später mit einem vollen Bauch die Heimfahrt antreten konnten.
Aus gegebenen Anlass wurde kurzerhand beschlossen, den Genfer Automobil Salon zu besuchen. Denn aus der Werbung konnte man vermuten, dass VW 16 Jahre nach dem Ende des Sciroccos wieder den Prototyp vorstellen würde. Also begaben sich 6 Mitglieder voller Erwartungen auf die Reise nach Genf - natürlich nicht jeder im eigenen Auto - sondern mit diversen Car-Unternehmern. Nach Stau und Stadtrundfahrten kamen dann alle so um 10 Uhr doch noch in Genf an. Dank der modernen Telekommunikation (sprich Natel) trafen sich dann alle beim VW Stand. Und tatsächlich standen da nun 3 nagelneue Sciroccos, einer in weiss perleffekt (kannte man aus der Werbung) und 2 in Rot metallisée – und waren natürlich schon von vielen Schaulustigen umlagert. Also ran an den Speck „Scirocco“ und alles genau angeschaut; wie die Japaner haben wir alle Details genau fotografiert. Die ausgestellten Farben stellen sich alle viel schöner heraus als man in der Fachpresse auf vereinzelten Bildern zu sehen bekam. Da wir natürlich in Club-Montur aufkreuzten, wurden wir von den einen oder anderen angesprochen was man von dem neuen Scirocco so halte. So mit der Zeit erkennt man, welcher der Offiziellen (sprich Gästebetreuer) derjenige ist, der sich am Besten auskennt, und man beginnt so einzelne Details in Kenntnis zu bringen. So zum Beispiele sollen die 19“ Felgen, die auf den Salon-Sciroccos montiert sind, gar nie in den Verkauf kommen; dasselbe gilt leider auch die die Farben der augestellten Fahrzeuge (das tat der Vorfreude aber keinen grossen Abbruch). Auch das Glasdach kann beim Scirocco nur aufgestellt und nicht nach hinten weggefahren werden wie bei Tuareg und Tiguan (also ein klassisches Hebedach – und kein Hebe- und Schiebedach). Auch soll die gesamte Frontpartie nochmals überarbeitet und mehr an den Golf angelehnt werden (sodass sie nicht mehr wie diejenige eines kleinen Audis aussieht). So nach 2 Stunden meldete sich der erste Hunger und man machte sich nun in Gruppen auf den Weg in Richtung Fressnapf (o.k., noch schnell beim Stand von Karmann, Audi und Ferrari vorbei) und schon stand man vor der Verkaufs-Theke mit den Leckereien. Obwohl alles elektrisch (sprich francais) gesprochen wird erhält man in nützlicher Frist das gewünschte Lebensmittel. Am Nachmittag waren alle einzeln unterwegs um die restlichen begehrenswerten Schönheiten (egal ob vierrädrig oder zweibeinig) zu inspizieren. Zum Schluss traf man sich noch einmal bei den Sciroccos in der Hoffnung, dass es weniger Schaulustige hätte, so dass man noch ein paar Fotos schiessen könnte – doch leider war das nicht der Falle – offenbar zieht der Scirocco mehr als nur die Clubleute an. Schon bald verabschiedete man sich voneinander und machte sich auf in Richtung der verschiedenen Busparkplätze, um sich gemütlich auf die Heimfahrt vorzubereiten. So ging ein erwartungsvoller Tag viel zu schnell dem Ende entgegen.
Pizzaessen am Sonntag Mittag? Warum eigentlich nicht? Wo steht denn geschrieben, dass man Pizza nur abends essen kann? Also traf sich ein kleiner Trupp von 3 Autos beim Pilz und fuhr dann gemeinsam Richtung Fricktal. In Möhlin wurden wir von Elvira und Richi erwartet. Als dann auch Tiffany und Raffi eintrudelten, waren wir komplett. Nach einem kurzen Spaziergang waren wir beim Restaurant Warteck. Schon bevor die Bestellung aufgenommen wurde, orientierte uns Elvira, dass das Dessert anderweitig eingenommen und zuvor verdient werden muss. ?!?!? Na mal abwarten! Jedenfalls war jetzt erst Pizza, Spaghetti oder sonst etwas italienisches angesagt. Nach langem hin und her hatte jeder seinen Favoriten gefunden. Irgendwann drängte Elvira zum Aufbruch und jetzt ging’s erst richtig los! Jagte sie uns – allerdings bei schönem Frühlingswetter - doch durch ganz Möhlin! Na ja, jagen ist natürlich völlig übertrieben. Ein Teil der Herren hatte jedenfalls genügend Zeit, vor einem Schaufenster mit Modellautos fast Wurzeln zu schlagen. Endlich waren alle am Ziel angelangt. Elvira und Richi führten uns zur Storchenkolonie, welche im Jahr 1970 gegründet wurde und deren es in der Schweiz nur noch 12 gibt. Der Storch – Meister Adebar wie er genannt wird - war in bis zur 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Möhlin heimisch. Durch die Umstellung der Landwirtschaft blieben die Störche weg. 1950 galt der Weissstorch in der Schweiz als ausgestorben. Die Horste der 11 Bruten sind nach Ländern wie Ghana, Kenia, Togo usw. benannt, in denen die Störche überwintern. Störche kehren immer wieder an ihren Geburtsort zurück. Nur wie wissen diese Viecher aus welchem Land sie kommen und auf welchem Horst sie sich niederzulassen haben? Können die denn lesen? Diese Frage konnten wir jedenfalls nicht abschliessend klären. Da Möhlin nicht nur eine Storchenkolonie, sondern auch eine kantonale Vogelpflegestation ist, gibt es auch viele andere gefiederte Freunde wie Eulen, Falken, Bussarde und vieles mehr zu sehen. Nachdem wir für diesen Tag wohl genug Bildung genossen hatten, lüftete Elvira das Geheimnis ums Dessert. Sie lud uns alle zu sich nach Hause zu einem uhhhhhhhhfeinen Tira-mi-su und Rüeblitorte ein. Dafür und für die ganze Organisation ein herzliches und inniges Dankeschön im Namen von allen, die dabei waren. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!